Home » 100 Happy Horse Days » Tag 60/100 Happy Horse Days

Tag 60/100 Happy Horse Days

Sie finden alle bisherigen Tage unserer 100 Happy Horse Days hier.

Die Idee: Statt ständig über das Schlechte im Umgang mit Pferden zu berichten, besinnen wir uns auf das Schöne und Gute: jeden Tag, ein glücklicher Moment!

Wie funktioniert es? 

Wir werden die kommenden 100 Tage täglich hier einen neuen Beitrag freischalten, unter dem Sie Ihren glücklichen Moment eintragen können. Am Ende der 100 Tage werden wir aus Ihren Kommentaren ein E-Book erstellen, das sich jeder kostenlos herunterladen kann: Als Inspiration und Motivation, was für ein Glück es ist, Zeit mit unseren Pferden zu verbringen.

Foto: www.slawik.com
Foto: www.slawik.com

5 Responses

  1. Christine
    | Antworten

    Wenn ich meinen, leider jetzt schon älteren, Trakehner Wallach sehr lobe, fängt er ganz leise an zu wiehern Das ist für mich einer der schönsten Momente und die Bestätigung, das er mich vielleicht doch irgendwie versteht.

  2. Rüdiger
    | Antworten

    UDO

    Hier nun ein Erlebnis, dass mit menschlichem Verstand nicht begründbar erscheint. Ich selber stand solchen Erzählungen (meist aus dem letzten Krieg) auch eher skeptisch gegenüber.

    Udo lernte ich kennen, als ich ihn mit meinem damaligen Chef, dem Leiter des Holstenpferdestalles, für die Brauerei kaufte. Er war damals 4 Jahre und wurde dann von meinen Kollegen und mir für die Tätigkeit im Holstensechserzug ausgebildet. Er war ein kleiner Filou – konnte so manchen Knuff vertragen und teilte auch aus. Eben ein anspruchvolles Pferd, das gefordert werden wollte, aber sehr leistungswillig. Ein Ritual hatte er jeden Morgen, wenn ich in seine Box ging um ihm Heu zu geben. Er biss mir in den Schuh und bekam dafür ein Klaps – er sollte das ja schließlich nicht. Eines Morgens – ich weiß nicht warum – ignorierte ich diesen Biss und ging wie immer zum Umziehen in unsere Sozialräume. Einige Zeit später kam mein Kollege und fragte was mit Udo los wäre. Ich sagte ihm, dass er so frech sei wie immer. Er meinte irgendetwas würde nicht stimmen – vielleicht eine Kolik. Also gingen wir sofort in den Stall zu seiner Box. Als ich die Box betrat hatte ich das Gefühl, das 850 kg-Pferd will vor mir durch die Wand flüchten. Ich ging vorsichtig an ihn heran klopfte seinen Hals und führte ihn zum Trog wo er abschnaubte und zu fressen begann. Am nächsten Morgen: Heu in die Box – Biss in den Schuh – Klaps – und die Welt war in Ordnung. Ich habe dann dieses Pferd mit einem anderen von der Brauerei übernommen nachdem der Stall geschlossen wurde. Heute stehen beide Pferde in Offenstallhaltung. Stelle ich Udo aber mal Übernacht in eine Box, weil ich ihn oder beide für einen Einsatz benötige, so läuft das oben beschriebene Ritual immer noch so ab.

    Nun mein Erlebnis mit diesem Pferd:

    Es war im Juni 2003. Ich holte Udo von der Sommerweide für die Ausbildung von Fahrschülern. Wir hatten sommerliche Temperaturen um die 30 Grad und ich war auch entsprechend gekleidet. Während wir den Feldweg Richtung Reiterhof gingen zog hinter uns eine dunkle Wand auf und ich dachte jetzt aber Beeilung sonst wirst Du nass. Gegen meinen Widerstand blieb Udo auf einmal stehen und in der nächsten Sekunde stand ich mit ihm in einer weißen Wand – ohrenbetäubender Lärm – es wurde kalt wie im Winter. Ca 10 sek später strahlte wieder die Sonne und ich sah was um mich herum geschehen war. Ein Tornado war über uns hinweggefegt. Wir standen auf einer ca 3 x 3 m großen Fläche, eingerahmt von umgestürzten mehrere hundert Jahre alten Eichen. Eine hinter mir fahrende Freundin wurde von einem Baum an Arm und Hand stark verletzt. Ihr Fahrrad wurde später mit einer Motorsäge unter einer Eiche herausgesägt. Was mir bis heute unerklärlich ist, ist die Tatsache, dass Udo sich nicht auf das rechts von uns freie Kornfeld von den Bäumen weg in Sicherheit gebracht hat, was eigentlich seinem Instikt folgend hätte geschehen müssen. Alle Pferde auf den angrenzenden Weiden haben sich Panikartig unter Zerstörung der Zäune von den Bäumen entfernt.
    Nachdem ersten Schock rief ich über mein Handy Hilfe und kümmerte mich um die verletzte Freundin. Wir waren völlig geschockt. Als Udo auf einmal anfing an den Blättern eines der umgestürzten Bäume zu fressen und sich an uns drängte spürten wir die Wärme des Pferdes (wir waren durchnässt bis auf die Haut). Es war als wollte er uns zeigen, dass die Gefahr vorüber war. Denn ein Pferd frisst nicht bei akuter Gefahr.

    Jeder Leser mag sich über diese Situation seine eigenen Gedanken machen. Mir hat dieses Pferd das Leben gerettet. Denn so schnell wie er auf die Gefahr reagiert hat, hätte es kein Mensch gekonnt.

    Immer wieder werde ich von meinen Schülern oder Filmkunden darauf angesprochen, was zwischen Udo und mir für eine Beziehung besteht. Irgendetwas was sie sich nicht erklären können würde zwischen uns bestehen. Ich selber behandele meine Pferde alle gleich – was mir diese Schüler auch bestätigen – aber trotzdem ist irgendetwas zwischen uns was auch ich mir nicht erklären kann.

  3. Franziska Sevekow
    | Antworten

    Wunderbar entspannter, lockerer versammelter Galopp – selbst als der Trecker direkt neben dem Reitplatz den Güllewagen angemacht hat, wovor er immer Angst hat, hat er nur einen Satz gemacht und war dann sofort wieder konzentriert und locker bei mir. Er war so schön locker und konzentriert, dass wir das erste Mal sowohl Schulterherein als auch Kontergalopp ganz leicht und spielerisch hinbekommen haben! Das ist rin Reitgefühl, das sehr glücklich macht – und verdammt stolz! So ein tolles Pony ♡

  4. Maike
    | Antworten

    Mein Großer hat sich ziemlich fies am Auge verletzt. Er bekommt seit Wochen mehr mals täglich Salbe ins Auge und er ist so fantastisch dabei. Wo andere Pferde sich sträuben ist wehren kommt er brummeld an und lässt sich anstandslos die Salbe ins Auge schmieren.
    Danach geht er zu seiner Herde zurück, aber nicht ohne sich ausgiebige Kuscheleinheiten abzuholen. <3 mein Offenstall-Pferd 🙂

  5. Anna
    | Antworten

    Gestern bin ich mit unserer Friesenstute, die aufgrund starker Athrose nicht mehr geritten werden kann, beim Spaziergang das erste Mal einen Weg gelaufen, den sie noch nicht kannte. Sie war total aufgeregt und hat viel geschnaubt und den weg beschnuppert. Aber sie ist mir gefolgt, ohne Anstalten zu machen umzudrehen oder den Kopf zu verlieren! Ich bin unglaublich stolz auf die Maus, sie ist sogar unter einer stark befahrenen Straße durch. Vor nem Jahr war daran nicht zu denken überhaupt mit ihr an einem Auto vorbei zu geben, jeder Spaziergang war die Hölle, man wusste nur ob das Pferd nicht vor einem den Stall erreicht! Sie ist so toll und so mutig! Wir haben einen gemeinsamen Weg gefunden und der fühlt sich gut an!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert