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Keine Trabverstärkung ohne gute Basis

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Dieser Text ist eine Leseprobe aus unserem Heft „Der Trab: Richtig sitzen und verstärken“.

Die Früchte ernten: Keine Verstärkung ohne gute Basis

Sonja Weber. Foto: privat
Sonja Weber. Foto: privat

Eigentlich ist es gar nicht so schwer, eine Trabverstärkung zu reiten. Jedenfalls dann, wenn Pferd und Reiter ihre Hausaufgaben gemacht haben. Sind beide in der Ausbildung auf dem richtigen Weg und durch gezielte Vorübungen gut vorbereitet, ergibt sich die Verstärkung fast von selbst. Weniger (Üben) ist dabei mehr – sowohl im Hinblick auf das Ergebnis als auch auf die Gesundheit des Pferdes.

Eines sei vorweg gesagt: Das Geheimnis einer guten Trabverstärkung liegt in der Vorbereitung. Das gilt für die konkrete Ausführung der Lektion, aber auch im Hinblick auf den Ausbildungsstand des Pferdes, wie Sonja Weber bestätigt. Die Ausbilderin in der französisch-iberischen Reitkunst betreibt den Ausbildungsstall „Gronauer Hof“ in der Nähe von Frankfurt am Main, wo sie in der Tradition der Légèreté von der Basis bis zur Hohen Schule unterrichtet. „Voraussetzung für einen starken Trab ist immer eine gute Gymnastizierung, Geraderichtung und Versammlung bei guter Maultätigkeit“, betont sie. Für sie ist diese Lektion sogar erst nach dem Erlernen von Piaffe und Passage anzusiedeln. „Selbst, wenn das Pferd die Begabung mitbringt, sollte sich der Reiter daran halten; es ist vorteilhaft für die weitere Ausbildung.“ Denn nur wenn das Pferd genug Tragkraft entwickelt hat, könne es die Verstärkung korrekt mit gleichmäßig diagonal arbeitenden Beinpaaren ausführen. Dass im Turniersport so viel Wert auf die Trabverstärkungen gelegt wird, sieht sie daher kritisch: „Viele gute Pferde werden leider nur mittelmäßig vorgestellt. Versammlung und Geraderichtung leiden darunter, dass zu früh zu viel gefordert wird.“ Sie sagt aber auch: „Das Vorwärts ist die Voraussetzung für alles und muss daher immer Teil des Trainings sein. Je nach Talent des Pferdes kann ich dabei nach und nach mehr Schwebe entwickeln und damit das Maß der Verstärkung steigern.“ Die Diplom-Biologin mit Schwerpunkt Pferdeverhalten rät: „Lieber langsamer mit Verstärkungen beginnen, als das Pferd es anbietet.“
Auch für Leonie Bühlmann ist die Skala der Ausbildung die wichtigste Orientierungshilfe beim Erarbeiten von Verstärkungen. Die ehemalige Spring- und Vielseitigkeitsreiterin, die vor vielen Jahren erfolgreich in den Dressursattel umstieg und gemeinsam mit Horst Becker in Münster das „Haus der Dressur“ betreibt, sagt: „Die Verstärkung ist immer das Ergebnis von Versammlung, denn das Pferd muss sich in den Hanken setzen und Last aufnehmen können, um Schub zu entwickeln.“ Damit stellt sich für die Dressurreiterin und -ausbilderin, die Pferd und Reiter ganzheitlich nach den klassischen Grundsätzen ausbildet, gar nicht die Frage, wie viel von einem jungen Pferd gefordert werden kann: „Hier kann keinesfalls von Verstärkungen die Rede sein, denn im Vordergrund stehen noch die ersten Punkte der Skala der Ausbildung – allem voran der Takt.“ Um Takt, Losgelassenheit und Anlehnung zu fördern, sei es in diesem Stadium aber durchaus sinnvoll, Tempounterschiede im Leichttraben nur über die Sitzhilfen zu reiten, indem der Reiter zum Verlangsamen das Aufstehen verzögert.

Geht es dann – dem jeweiligen Ausbildungsstand des Pferdes angemessen – an das Erarbeiten von Verstärkungen, ist auch hier wieder gute Vorbereitung gefragt, denn: „Die Verstärkung ist grundsätzlich das Ergebnis der Vorbereitung“, erklärt Sonja Weber. Die Ausbilderin, die unter anderem bei Marc de Broissia, Philippe Karl und Manuel Jorge de Oliveira gelernt hat, stellt ihre Vorbereitung vor allem darauf ab, dass das Pferd gut am Sitz reagiert und dadurch einen höheren Grad an Geschmeidigkeit erreicht. Seitengänge und alle weiteren biegenden Lektionen stehen dabei im Vordergrund. „Ist das Pferd bereits gut geradegerichtet, anpiaffiert und mit guter Handarbeit vorbereitet, kann auch der Spanische Schritt die Schulterfreiheit und die Kraft in der Schulter verbessern.“

Leonie Bühlmann nutzt gern Vorübungen, die der Rücken- und Rumpfmuskulatur zugutekommen, „denn die braucht das Pferd auch in der Verstärkung.“ So kann der Reiter auf dem Zirkel reiten, wobei sich die Vorderbeine auf der Zirkellinie bewegen, während die Hinterbeine auf einer äußeren Linie kreuzen. „Je nach Abstellung wird die Bauchmuskulatur, die ja den Rücken stützt, mehr oder weniger stark angesprochen.“ Sie beschreibt eine weitere nützliche Übung: die „Schaukel“. „Ich treibe das Pferd im Trab gegen die Hand, bis es sich immer mehr aufnimmt und schließlich steht, treibe dann weiter gegen die stehende – aber niemals rückwärtswirkende – Hand, sodass das Pferd zurücktritt und reite daraus wieder an. Je nachdem, wie lange ich gegen die Hand treibe, erfährt das Pferd eine halbe oder ganze Parade. Dass die Paraden gut durchkommen, ist wichtig, um das Pferd nach dem Verstärken aufzunehmen.“
Das Rückwärtsrichten halten beide Ausbilderinnen für eine wichtige Lektion, um das Pferd später im Aufnehmen von hinten schließen zu können. Viele Übergänge in Verbindung mit dem Rückwärtsrichten und daraus Antraben verbesserten zudem das Gleichgewicht des Pferdes. Auch Galopparbeit sei förderlich, um Kraft aufzubauen, meint Leonie Bühlmann: „Ein Pferd mit einer guten Galoppade und einer guten Galoppverstärkung zeigt in der Regel auch eine gute Trabverstärkung.“

Sind Pferd und Reiter gut vorbereitet, wird „die Feder gespannt“, wie Sonja Weber es nennt. „Das passiert durch das Schließen der Beine am Gurt, wobei das Pferd auf den Schenkel reagieren muss, indem es nach vorn will.“ Leonie Bühlmann beschreibt es so: „Der Reiter treibt etwas, nimmt die Zügel dabei so weit an, dass das Pferd an die Hand ziehen kann. Denn er muss eine gute Zügelverbindung haben, damit sich das Pferd in die Hand strecken kann. So schließt sich das Pferd von hinten, setzt sich also mehr auf die Hinterhand und kommt vorn hoch.“
Der Reiter kann nun die Kraft herauslassen, indem er mit der Hand leicht vorgeht und in die Bewegung mitgeht. „Er wird dabei vom Pferd mitgenommen, es zieht ihn sozusagen in den Sattel“, sagt Sonja Weber und weist darauf hin, dass eine korrekte Trabverstärkung mit guter Rückentätigkeit keinesfalls schwer zu sitzen ist.

Der Sitz des Reiters spielt in dieser Phase eine entscheidende Rolle, betonen die beiden Ausbilderinnen. Sie warnen vor allem davor, den Oberkörper, wie häufig zu sehen, nach hinten zu verlagern. „Es ist wichtig, dass der Reiter nicht auf diese Weise versucht zu schieben, sondern in die Bewegung mitgeht – eventuell sogar mit leicht vorgeneigtem Oberkörper –, mit geschmeidigem Sitz und unabhängiger Hand“, stellt Sonja Weber klar. „Diese geht dabei leicht vor, als wollte der Reiter den Kopf des Pferdes vor sich ‚wie auf einem Tablett servieren‘. Kommt er mit dem Oberkörper hinter die Senkrechte, ist er hinter der Bewegung.“ Leonie Bühlmann betont, dass das Reiten „mit Kreuz“ generell mit Vorsicht anzuwenden und bei jungen Pferden unbedingt zu vermeiden sei, um die Rückentätigkeit nicht zu behindern.
Zieht das Pferd nun nach vorn, darf es dabei dennoch nicht schneller werden, macht Leonie Bühlmann deutlich: „Der Reiter muss eher das Gefühl einer verlangsamten Bewegung bekommen, da die Beine durch das Verlängern der Tritte länger in der Luft bleiben. Es kann helfen, dabei an Passage zu denken. Das Bild ist allerdings mit Vorsicht anzuwenden, denn hat der Reiter ein falsches Verständnis davon, entstehen leicht fehlerhafte Schwebetritte.“ Dabei muss er die Erweiterung des Rahmens (siehe Artikel „Rahmenerweiterung und Schwung“, S. 78) zulassen. Das, erklärt Leonie Bühlmann weiter, ermögliche es dem Pferd, seine Oberlinie aufzuwölben und sich an die Hand heranzudehnen.

Im Aufnehmen gilt es, das Pferd vor allem nicht mit der Hand zu „bremsen“. „Es muss vorher schon am Sitz und am Bein so gut abgestimmt sein, dass ich das Tempo jederzeit kontrollieren und darüber auch ‚bremsend‘ einwirken kann“, erklärt Sonja Weber. Um das Pferd von hinten zu schließen, könne sich der Reiter die Hilfengebung zunutze machen, die das Pferd aus dem Rückwärtsrichten kennt, indem er die Schenkel etwas zurücklegt. „Er kann dabei an Rückwärts denken – oder es sogar auch machen“, schlägt sie vor. „Der Oberkörper wird im Aufnehmen etwas aufgerichtet und das Becken nach hinten gekippt, sodass das Schambein entlastet und die Sitzbeinknochen vermehrt belastet werden“, führt die Dressurreiterin aus. Wichtig sei aber, dass das Becken nicht festgestellt wird, sondern weiter durchlässig bleibt. Auch hier sollte der Reiter wieder das Gefühl haben, dass sich das Pferd vorn hebt und hinten kleiner wird.
Leonie Bühlmann unterstützt das Zurückführen aus der Verstärkung mit einer vibrierenden Zügelhilfe und weist besonders auf die Bedeutung der Schenkelhilfen hin: „Um das Pferd von hinten zu schließen und so zu veranlassen, Last aufzunehmen, muss der Reiter in diesem Moment viel mehr treiben als beim ‚Gasgeben‘!“

Korrekturen sind während des Zulegens nur noch bedingt möglich. Stützt sich das Pferd zu sehr auf die Hand, könne der Reiter schon einmal einen Arrêt nach oben geben, um das Genick etwas höher zu holen, oder verstärkt mit dem Schenkel agieren, um die Nase nach vorn zu bringen, wenn das Pferd sich zu eng macht, sagt Sonja Weber. Das gilt allerdings insbesondere für die Prüfung. „Im Training würde ich das eher anders korrigieren“, so die Ausbilderin. „Denn stützt es sich zum Beispiel auf die Hand und kommt zu tief im Hals, sollte ich mich lieber fragen, ob es Sinn hat, schon so viel zu verstärken. Hier gilt wieder: Entscheidend ist die Vorbereitung.“ Insgesamt solle der Reiter sich deshalb nicht zu intensiv mit Verstärkungen beschäftigen. Gesünder sei für das Pferd, es lieber gut zu gymnastizieren und den Takt zu sichern sowie Verstärkungen nur in kurzen Einheiten einfließen zu lassen.
Auch Leonie Bühlmann sagt ganz klar: „Wenn eine Verstärkung nicht gelingt, muss ich zurück zu den Vorübungen.“ Falsch sei es deshalb grundsätzlich, Verstärkungen intensiv zu üben: „Sie dienen eigentlich mehr der Überprüfung. Durch viel Üben werden sie nicht besser! Die wichtigste Voraussetzung für die Verstärkungen – und nicht nur dafür – ist eine gute und solide Basis“, betont sie. Nach ihrer Erfahrung wollen Reiter oft zu schnell zu viel erreichen. „Das führt früher oder später zu Problemen. Basisarbeit mag langweilig und langwierig sein, aber sie macht sich immer bezahlt. Fehler in der Trabverstärkung sind generell ein Indiz dafür, dass es daran mangelt. Dann hilft es nur, wieder einen Schritt zurückzugehen.“

Richtig verstärken – der Gesundheit zuliebe
Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Üben von Trabverstärkungen sollte auch der Gesundheit des Pferdes zuliebe selbstverständlich sein. Denn wie sehr das Pferd dabei körperlich beansprucht wird, hängt entscheidend davon ab, wie die Verstärkung geritten wird, meint Barbara Welter-Böller, Osteopathin, Physiotherapeutin für Pferde und Hunde und Leiterin der „Fachschule für Osteopathische Pferdetherapie“. Sie macht es insbesondere davon abhängig, ob dabei die Parallelität der diagonalen Gliedmaßen (siehe S. 15) und damit der Zweitakt des Trabes gegeben ist. „Wenn das Tempo mit korrekter Rahmenerweiterung verstärkt wird, das Pferd im Gleichgewicht ist und die diagonalen Beine parallel und gleichzeitig fußen, ist es an sich unproblematisch, wenn das Pferd gut trainiert ist“, sagt sie. Verbrauchend sei eine Verstärkung allerdings dann, wenn besonders „erhabene“ Tritte gefordert werden: „Die Rahmenerweiterung wird dabei verhindert, indem der Reiter den Kopf festhält, also den Hals nicht verlängert, eventuell sogar verkürzt.“ In diesem Fall kann das Pferd in der Vorführphase die Vorhand nicht frei aus dem Schultergelenk nach vorn bringen. Das Vorderbein wird stattdessen durch den (an der Unterseite des Halses verlaufenden) Kopf-Arm-Muskel (Musculus brachiocephalicus) nach vorwärts-aufwärts gezogen. Das Schultergelenk wird dabei verstärkt gestreckt. Das äußert sich auch auf andere Weise im Bewegungsablauf: „Da das Vorderbein einen anormal großen Weg zurücklegen muss, kann die Hinterhand nicht mehr parallel laufen; es entsteht ein ‚Doppelschlag‘ und damit ein Viertakt.“ Aufschlussreich kann ein Blick auf das Schweißbild sein: „Starkes Schwitzen am Brachiocephalicus ist ein Zeichen dafür, dass die falsche Muskulatur arbeitet“, stellt die Osteopathin klar.
Stark verbrauchend wirken können neben dem verkürzten Rahmen auch alle anderen Faktoren, die den natürlichen Bewegungsablauf stören, wie etwa Stellungsfehler oder fehlerhafte Hufbearbeitung, aber auch fehlende Kondition oder Losgelassenheit. „Sobald es zum Viertakt kommt, entsteht eine Phase der Einbeinstütze. Diese führt zu einer hohen Belastung von Gleichbeinen, Fesselträger, Fesselgelenk und oberflächlicher und tiefer Beugesehne“, warnt die Therapeutin. Schont ein Pferd die hinteren Strukturen nach dem Training, indem es vorbiegig steht oder sich in einem Fesselgelenk ‚hochhebt‘, sei dies ein Indiz für eine zu hohe Belastung, erklärt sie weiter. Dann sollte das Pferd mindestens 72 Stunden Pause haben, denn erst nach 48 Stunden wird in den Sehnen wieder Kollagen aufgebaut, das diese zur Regeneration benötigen. Schon im Training sollte der Reiter Rücksicht auf die Sehnen seines Pferdes nehmen: „In der Verstärkung werden sie maximal belastet“, betont Barbara Welter-Böller. Sie empfiehlt deshalb danach eine Schrittpause mit hingegebenem Zügel, in der sich das Pferd nach vorn dehnen und der Körper dadurch seinem Schwerpunkt „hinterherrollen“ kann. „Die Sehen können sich dabei erholen.“
Um bei einem jungen Pferd Schäden zu vermeiden, sollten mit ihm höchstens die Tritte – bei entsprechender Rahmenerweiterung – etwas verlängert werden. „Das würde ich frühestens mit vier Jahren machen, dann ist der Fesselträger vollständig durchbaut“, rät die Expertin. „Die Sehnen sind nach zwei Jahren Training dann in der Regel so weit
gefestigt, dass sie die Gelenke auch bei höherer Belastung ausreichend stützen können.“ Verstärkungen empfiehlt sie daher erst ab etwa sechs Jahren zu reiten. Denn sind die Sehnen zu schwach, können Schäden, insbesondere am Fesselgelenk, die Folge sein. Wer sein Pferd nicht verbrauchend arbeiten will, so Barbara Welter-Böller, sollte generell Verstärkungen nur so viel wie nötig reiten beziehungsweise wie in einer Prüfung gefordert. (Karin Ottemann)

Trainingstipps

Nach den Vorübungen beginnen beide Ausbilderinnen zunächst damit,
viele Übergänge zu reiten, wobei sie im Wechsel jeweils nur ein paar Tritte
zulegen, bevor sie das Pferd wieder auffangen. Das sollte anfangs im
Leichttraben erfolgen.

Sonja Weber baut dazu gern Übungen ein, die in verlangsamtem Tempo zu reiten sind wie Seitengänge und Wendungen, um daraus die Tritte zu verlängern. Auch das Zulegen aus dem Schulterherein sei sinnvoll, da diese Lektion das Pferd gut schließt. Sie empfiehlt, aus allen weiteren die Schiefe kompensierenden Übungen wie Travers und Renvers auch auf gebogenen Linien zuzulegen. Die Lektionen sollten dabei so gewählt werden, dass sie der jeweiligen Schiefe des Pferdes entgegenwirken. Ist das Pferd beispielsweise links hohl, kann es auch in einer Linkswendung etwas nach rechts gestellt werden, um die überlastete linke Schulter frei zu machen. Daraus werden die Tritte verlängert. Oder: Renvers durch zwei Ecken reiten, daraus auf der Diagonalen oder der langen Seite verstärken.

Für Fortgeschrittene: Verstärkungen aus der Piaffe (fördert die Gymnastizierung) oder abwechseln mit der Passage (verbessert Schub- und Tragkraft).
Generell gilt: Nur so lange verstärken, wie das Pferd nicht auf die Vorhand
kommt oder eilig wird.

Leonie Bühlmann empfiehlt besonders für Pferde, die sich im Rücken festhalten, das wechselweise Übertretenlassen auf dem Zirkel und daraus Zulegen. Alternativ kann der Reiter das Pferd in der Ecke übertreten lassen und anschließend auf
der Diagonalen verstärken.

Bei Pferden, die sich schlecht seitlich biegen, wechselt sie häufig zwischen
Schulterherein und Zulegen (wenige Tritte). Sie nennt eine weitere
gymnastizierende Übungsreihe: lange Seite Schulterherein, zum Travers
umstellen und Passade (Trabpirouette) zur Mittellinie, dort wechseln ins
Renvers und daraus in die Ecke kehrt und dann zulegen.

Weitere Informationen:
Mehr über Sonja Weber erfahren Sie im Internet
unter www.sonja-weber-reitkunst.de
Informationen über Leonie Bühlmann finden Sie beim Link.
Die Internetseite von Barbara Welter-Böller lautet www.welter-boeller.de
Lesetipps
Maximilian Welter, Barbara Welter-Böller: „Faszientherapie und Faszientraining
für Pferde“, Eigenverlag, 2015
Robert Stodulka: „Pferde gesund reiten nach der medizinischen Reitlehre“,
Kosmos, 2015
Michael Putz: „Richtig reiten – eine Herausforderung“, FN-Verlag, 2010
Horst Becker: „Das athletische Pferd“, Cadmos, 2007
Dressur-Studien, Ausgabe 1/2011: „Die Parade“

Dieser Text ist eine Leseprobe aus unserem Heft „Der Trab: Richtig sitzen und verstärken“.