
Die Ausbildung unterm Sattel: Nur pferdegerecht, wenn sie auch fair ist
Von Natur aus ist das Pferd nicht dafür geschaffen, einen Menschen auf seinem Rücken zu tragen. Umso größer ist unsere Verantwortung, Pferde so auszubilden und zu reiten, dass sie körperlich und mental gesund bleiben – und Freude daran haben, mit dem Menschen zusammenzuarbeiten.
Eine kurze Geschichte der Reiterei
Die Geschichte von Mensch und Pferd reicht viele Tausend Jahre zurück. Bereits vor rund 30.000 Jahren hielten Menschen Pferde auf Höhlenmalereien fest. Wann der erste Mensch tatsächlich auf den Rücken eines Pferdes stieg, lässt sich nicht genau datieren. Als eine der ältesten Darstellungen gilt eine Ritzzeichnung aus dem Orient, die auf etwa 2800 v. Chr. datiert wird und einen Reiter zeigt.
Seitdem hat sich die Reiterei ständig weiterentwickelt. Aus dem ursprünglich rein praktischen Nutzen – als Transportmittel, in der Landwirtschaft oder im Krieg – entstanden im Laufe der Jahrhunderte unterschiedlichste Reitweisen und Ausbildungsphilosophien. Heute reicht das Spektrum von der klassischen Dressur über Springen, Vielseitigkeit und Westernreiten bis hin zum Distanzreiten, Working Equitation, Gangpferdereiten und vielen weiteren Disziplinen. Jede verfolgt eigene Ziele und setzt unterschiedliche Schwerpunkte.
Welche Reitweise ist die richtige?
Kurz gesagt: Die, welche dem Pferd nicht schadet.
Eines jedoch sollte alle Reitweisen verbinden: Das Pferd und seine Bedürfnisse müssen im Mittelpunkt stehen. Eine gute Ausbildung orientiert sich nicht an Trends oder Dogmen, sondern an den körperlichen und mentalen Voraussetzungen des einzelnen Pferdes – und nimmt darauf immer Rücksicht. Dabei ist es völlig egal, ob auf dem Pferderücken ein Dressur-, Western-, oder ein Barocksattel liegt.
Genau deshalb berichten wir bei Fair zum Pferd | Dressur-Studien reitweisenunabhängig. Uns interessiert nicht, welchem Verband oder welcher Reitweise jemand angehört, sondern welche Erkenntnisse Pferden tatsächlich helfen. Wissenschaftliche Studien, Biomechanik, Trainingslehre und die Erfahrungen renommierter Expertinnen und Experten bilden die Grundlage unserer Berichterstattung. Denn faires Reiten kennt keine Schubladen – sondern nur das Ziel, Pferde gesund, fit und motiviert zu erhalten.
“„Je höher jedoch die Anforderungen sind, die an ein Pferd bei seiner Ausbildung gestellt werden, desto höher müssen auch seine Anforderungen sein, die der Mensch an sich selbst zu stellen hat.“
Aus Kurt Albrecht: „Dogmen der Reitkunst“, Olms, 1996.
Hier findest du alles, was wir bisher zur Ausbildung unterm Sattel gemacht haben: einige Artikel zum Einstieg in die Materie, Hefte, FzP-Campusse und Bücher.
Vertiefe dein Wissen – je nachdem, wie du am liebsten lernst:
Zum Einstieg:

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Diese FzP-Campusse/Webinare geben euch einen guten Einstieg ins Thema:


Bücher aus unserem Shop:
Ob am Boden oder im Sattel: Am Ende zählt, dass du und dein Pferd euch verstehen. Wir hoffen, wir konnten dir dabei ein Stück weiterhelfen – und freuen uns, wenn du uns auf diesem Weg weiter begleitest.
Bodenarbeit ist nur ein Baustein einer fairen Ausbildung. Wenn du tiefer einsteigen möchtest, schau auch in unseren anderen Themenwelten vorbei.























