Wir dürfen neu denken
Was bedeutet es eigentlich, wenn ein Pferd sich an eine Situation anpasst? Bedeutet Anpassung automatisch, dass es ihm damit gut geht? Genau diese vermeintliche Selbstverständlichkeit stellt die aktuelle Forschung zunehmend infrage.
Im neuen Podcast sprechen wir mit Celina Skogen über Telenome, Allostatic Load und eine veränderte Definition von Schmerzen, die inzwischen auch auf Pferde übertragen wird. Es geht um wissenschaftliche Erkenntnisse, die unseren Blick auf das Verhalten von Pferden verändern können.
„Durch diese wissenschaftlichen Erkenntnisse dürfen wir jetzt neu denken“, sagt Celina Skogen im Gespräch.
Und dieses Neudenken hat Konsequenzen. Wir müssen noch genauer hinschauen, wie sich ein Pferd tatsächlich fühlt. Wir dürfen Anpassung nicht vorschnell mit Wohlbefinden gleichsetzen. Denn ein Pferd kann lernen, mit einer belastenden Situation umzugehen, ohne dass diese Belastung verschwunden ist.
Das betrifft auch unseren Blick auf das vermeintlich „brave“ Pferd. Ruhiges, angepasstes Verhalten muss nicht zwangsläufig bedeuten: Diesem Pferd geht es gut. Es kann ebenso Ausdruck einer Anpassungsleistung sein.
Ein Gespräch über neue wissenschaftliche Erkenntnisse – und darüber, warum sie uns auffordern, manches, was wir über Pferdeverhalten zu wissen glaubten, noch einmal genauer zu betrachten.

