Einige Veranstalter sagen wegen der prognostizierten Hitze um die 40 Grad am Wochenende ihre Turniere ab. Andere nicht, sie versuchen die Gegebenheit vor Ort für die Pferde zu verbessern. Aber ist es nicht am Ende die Verantwortung eines jeden Reiters, ob er unter diesen Umständen startet oder nicht?
Ein Aspekt kommt in der aktuellen Diskussion (und auch in dem Video) bislang etwas zu kurz: die Veranstalter. Viele Vereine stemmen ihre Turniere mit großem ehrenamtlichem Einsatz und einer ohnehin knappen Finanzierung. Eine kurzfristige Absage bedeutet oft erhebliche finanzielle Verluste, obwohl viele Kosten bereits entstanden sind.
Die Absagen aus Tierschutzgründen sind richtig und notwendig. Trotzdem sollten die Veranstalter dabei nicht aus dem Blick geraten. Vielleicht braucht es künftig gemeinsame Lösungen – etwa freiwillige Nenngeldspenden oder andere Konzepte, mit denen Veranstalter bei wetterbedingten Absagen besser abgesichert werden. Denn wenn immer mehr Vereine auf den Kosten sitzen bleiben, wird es langfristig auch weniger Turniere geben.
