
Links: Sattelhalter mit Vorrichtung, sodass unter dem Sattel mit Abstand die Schabracke gelagert und ggf. trocknen kann. Rechts: Der Sattelhalter liegt mittig und kann nicht die Kissen beschädigen, die Decke liegt darunter, ohne den Sattel zu berühren. Fotos: cls
Es ist ja nicht so, als würden nicht auch wir mit jedem Heft etwas Neues lernen. Beim aktuellen Sattelheft hat es diesmal mich erwischt – und zwar mit der Erkenntnis, dass Sättel, die in der Anschaffung meist mehrere Tausend Euro kosten, auch entsprechend gelagert werden sollten. Dabei war ich eigentlich überzeugt, das längst richtig zu machen.
Jahrzehntelang hingen meine Sättel auf einem ganz normalen Wandhalter mit zwei geschwungenen Metallbügeln. Praktisch, günstig – und leider wohl nicht die beste Lösung. Im Gespräch mit Sattlerin Tascha Diez wurde mir klar: Gut gemeint ist eben nicht automatisch auch gut gemacht.
Der Sattel liegt auf solchen Haltern nur auf relativ schmalen Auflagepunkten. Werden die Kissen über Jahre immer wieder an denselben Stellen belastet, kann das Verformungen begünstigen.

Die Pfeile zeigen auf die Verformungen, die durch den Sattelhalter entstanden sind. Foto: Tascha Diez
Deshalb habe ich meinen alten Halter jetzt ersetzt. Der neue verteilt die Auflage deutlich großflächiger und trägt den Sattel wesentlich gleichmäßiger.
Was ich ebenfalls sehr sinnvoll finde: Unter dem eigentlichen Sattelhalter befindet sich ein zweiter Bügel für die Schabracke.
Dadurch kann eine verschwitzte oder feuchte Schabracke separat trocknen, ohne direkt unter dem Sattel zu liegen. Das schont nicht nur das Leder, sondern sorgt auch dafür, dass Luft an beide Teile kommt.
Ein weiterer Punkt: Mein alter, klappbarer Halter war nach vielen Jahren so ausgeleiert, dass der Sattel schließlich herunterrutschte. Der Edelstahlhalter wirkt dagegen so massiv, dass ich ziemlich sicher bin, ihn nicht noch einmal ersetzen zu müssen.

Links und Mitte: Der alte, mittlerweile ausgeleierte, klappbare Sattelhalter für die Putzbox. Rechts: Das neue, ebenfalls klappbare Modell von Paddo. Praktisch: Sobald der Sattel heruntergenommen wird, klappt der Halter automatisch wieder an die Wand. Fotos: cls
Ja, solche Halter gibt es auch günstiger aus pulverbeschichtetem Stahl. Ich habe mich bewusst für Edelstahl entschieden. Nicht, weil es unbedingt Edelstahl sein muss, sondern weil ich Dinge mag, die einmal vernünftig angeschafft werden und dann jahrzehntelang funktionieren.
Manchmal sind es genau diese kleinen Details im Stall, über die man sich vorher nie Gedanken gemacht hat – bis klar wird, dass sie für die Langlebigkeit unserer Ausrüstung doch einen Unterschied machen.
Ja, solche Halter gibt es auch günstiger aus pulverbeschichtetem Stahl. Ich habe mich bewusst für Edelstahl entschieden. Nicht, weil es unbedingt Edelstahl sein muss, sondern weil ich Dinge mag, die einmal vernünftig angeschafft werden und dann jahrzehntelang funktionieren.
Manchmal sind es genau diese kleinen Details im Stall, über die man sich vorher nie Gedanken gemacht hat – bis klar wird, dass sie für die Langlebigkeit unserer Ausrüstung durchaus einen Unterschied machen.
Transparenz: Paddo ist Anzeigenkunde der Dressur-Studien. Die Sattelhalter habe ich jedoch selbst gekauft und bezahlt – und ich gebe sie auch nicht wieder her. (cls)
