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Dressurreiten: Ideal und Wirklichkeit

(1 Kundenrezension)

19,95 

Buch, 114 Seiten, Softcover

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Produktbeschreibung

Buch, Autor: Fritz Stahlecker. Titel: Dressurreiten: Ideal und Wirklichkeit. Kritik am Heute

Das finden wir:
„Die Kontroverse fein gegen grob hat es immer schon gegeben. Heute ist die Zeit reif für eine eindeutige Entscheidung gegen versteckte Gewalt,“ schreibt Fritz Stahlecker in seinem jüngsten Buch. Recht hat er. Der fast 90-jährige entwickelte einst seine Hand-Sattel-Hand-Methode und ist über die Jahre immer ein kritischer Begelieter des Dressursports gewesen, wobei er selber Pferde bis zur Olympiareife ausgebildet hat. Hart geht er mit Rollkur und ähnlichen Methoden und deren Anwendern vor Gericht. Doch keine Sorge: Das ist nicht nur eine Abrechnung mit unreiterlichem Verhalten. Es zeigt vor allen Dingen auch Alternativen auf, beschreibt einen gefühlvollen Ausbildungsweg. Wer einen Blick über den Gartenzaun werfen möchte, sein Pferd fein ausbilden und wissen will, warum Gewalt-Methoden immer schädlich sind – ganz gleich welchen Namen sie tragen – für den wird dieses Buch eine Bereicherung sein.
Oder, um aus dem Vorwort von Fritz Stahlecker zu zitieren: „Es genügt nicht, Fehler zu benennen. Deshalb widme ich einen großen Teil des Buches Ausschnitten aus einem fiktiven Reitunterricht. Der Leser erhält so Vorschläge, wie man zu Lösungen kommen kann, Ratschläge, um reiterliche Probleme auf pferdegerechte Weise zu meistern.“

Das schreibt der Verlag:
Fritz Stahlecker sagt der modernen Dressurszene mit ungewöhnlich klaren Worten den Kampf an. Wenn Rollkurtrainer Weltmeister hervorbringen und Pferde mit Taktfehlern Grand-Prix-Lektionen gewinnen, wird Reitkunst zum Nischenprodukt. Nicht mehr der beste Reiter gewinnt, sondern der mit den teuersten Sponsoren und dem exklusivsten Pferd. Falsche Vorbilder für Amateurreiter entstehen. Stahleckers Buch soll nicht nur aufdecken und wachrütteln, es soll auch Alternativen zeigen, wie die Reitkunst noch zu retten ist.
Warum räumt das teuerste Dressurpferd der Welt alle Preise ab? Jedenfalls nicht, weil die beste Ausbildung genossen hat oder weil der weltbeste Reiter im Sattel sitzt. Fritz Stahlecker deckt auf, woher diese Schieflage im Pferdesport kommt: Die Wahl der Dressurrichter hängt ganz wesentlich von der Interessenlage der Turnierorganisatoren und der Sponsoren ab.
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Der Dressursport wird in der Spitze von Sponsoren beeinflusst, die vor allem unter wirtschaftlichen Aspekten handeln. Dabei ist jedes Mittel recht – von tierschutzrelevanten Trainingsmethoden bis hin zu schöngeredeten Ergebnissen. Die FN, eigentlich Hüterin der klassischen Grundsätze, steht hinter dem System und auch die Pferdezucht zielt bereits auf spektakuläre Produkte ab als auf solide Reitpferde mit guter Versammlungsbereitschaft.Das System ist festgefahren – kaum jemand weiß noch, wie gutes Reiten aussehen oder sich anfühlen muss, weil es zu viele falsche Vorbilder gibt. Show statt Kunst sieht man auf den Plätzen und dem möchte Fritz Stahlecker entgegensteuern.

Um Reiten als Kunst zu betreiben, müssen Zeit, Geduld und Vertrauen wieder einen höheren Stellenwert in der Ausbildung einnehmen. Stahlecker stellt dazu elementares, vielerorts verloren gegangenes Wissen um Lernen in kleinen Schritten, den richtigen Umgang mit Fehlern, den Weg zur feinen Anlehnung und zu wichtigen Ausrüstungsgegenständen wie der Kandare vor. Ein kämpferisches Buch, das nicht nur anklagt, sondern Lösungsmöglichkeiten bietet!

Aus dem Inhalt:

Zielgerichtete Einstimmung
Kritik am Heute: Über das Unheil der Rollkur – Müssen Dressurprüfungen so sein, wie sie heute sind? – Unheil des falschen Longierens
Zur Wesensart des Pferdes aus Sicht der Kunst: Reiterdenkmäler – Vom Wesen des Pferdes
Der Angang ist entscheidend: Satteln, Longieren, Anreiten
Reitkunst in der Praxis: Der Weg zur Versammlung
Leitbilder: Otto Lörke – Waldemar Seunig

Über den Autor:

Fritz Stahlecker, geboren im Jahr 1925, hat bei verschiedenen Reitmeistern fundiertes Wissen über die Ausbildung von Pferden erworben und daraus seine eigene Methode entwickelt: die bekannte Hand-Sattel-Hand-Methode. Darüber hinaus hat er eigene Ausrüstungsgegenstände wie die über deutsche Grenzen hinaus bekannte Stahlecker-Kandare entworfen. Seit seinem Rückzug aus dem Berufsleben widmet sich Stahlecker ganz der Verbreitung des feinen Reitens und gewaltfreier Ausbildungsmethoden für Pferde. Sein Ziel ist es, Pferde ohne Zwang zur Mitarbeit zu motivieren. Mit der Hand-Sattel-Hand-Methode soll ein Pferd spielerisch und stressfrei auch anspruchsvolle Dressurlektionen erlernen. Stahlecker ist den meisten Reitern ein Begriff und ein geachteter, mit fast 90 Jahren sehr erfahrener Experte.

Weitere Informationen

Gewicht 371 kg

1 Bewertung für Dressurreiten: Ideal und Wirklichkeit

  1. Betty Kopp

    Selbst wer Fritz Stahlecker, den Autor des im September 2015 erschienen Buches „Dressur Reiten – Ideal und Wirklichkeit“ nicht kennt, wird beim Lesen ganz schnell feststellen, dass es sich hier um viel mehr als nur einen Autor und Pferdemenschen handelt. Fritz Stahlecker ist Künstler. Mit seinen selbst kreierten Gedichten und Illustrationen schafft er es, seine Gedanken präzise auf den Punkt zu bringen. Eine besondere Kunst ist für Fritz Stahlecker Dressurreiten, deren größter Lehrmeister die Natur ist. Doch ist dieser Zugang heute zeitgemäß?
    Ortswechsel: Aachen im August 2015 – Austragungsort der Europameisterschaften im Dressurreiten. Eine ganze Reiterszene blickt gespannt auf das Tun / die Vorstellungen der Spitzenreiter und –pferde. Noch nie hat es meiner Meinung nach so viel öffentlich ausgedrückte Empörung über das dort Geschehene und Gesehene gegeben. Ein offensichtlich taktunrein gehendes Pferd erhält Höchstnoten von einem Richtergremium, dessen Objektivität im Nachhinein von vielen in Frage gestellt wird. Wieder stehen Themen wie Rollkur oder Hyperflexion als Ausbildungsmittel im Scheinwerferlicht.
    Mit seinem Kapitel „Kritik am Heute“ trifft Fritz Stahlecker genau ins Schwarze. Aus meiner Sicht hätten seine Ausführungen zu den heutigen Missständen zu keinem besseren Zeitpunkt veröffentlicht werden können.
    Doch der Autor begnügt sich nicht damit, Kritik zu üben. Vielmehr zeigt er mögliche Alternativen auf und ermutigt auch den Amateurreiter, Reiten als Kunst zu praktizieren. Als Mittel stellt Stahlecker dem (Freizeit)Reiter die von ihm entwickelte HSH – Methode zur Verfügung, der er im Kapitel „Reitkunst in der Praxis“ den Hauptteil seines Buches widmet. Zugegeben, das Kapitel ist für all jene, die sich mit der HSH – Methode nicht bereits durch eines von Stahlecker´s früheren Büchern oder seiner DVD vertraut gemacht haben, ziemlich schwere Kost. Trotzdem bietet Stahlecker mit dieser Methode einer immer größer werdenden Anzahl von ambitionierten Freizeitreitern, die aufgrund ihrer schlechten Erfahrungen mit Ausbildern und Trainern ihr Pferd lieber selbst ausbilden möchten, einen reichlich gedeckten Tisch, indem er zu erlernende Lektionen in so kleine Teilschritte zerlegt, dass selbst schwierige Aufgaben in den Bereich des Machbaren rücken.
    Reiten als Kunst? Mich hat Stahlecker überzeugt und mir mit seinem Buch eine große Portion Motivation angerichtet, die richtig lecker schmeckt 😉

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